| montag, 28. Juni 2004 |
21 Uhr | Schauspielhaus Prinzenstraße | ||
| Vinicio Capossela Von Polka bis Tango |
Italien | |||
| Seine Musik ist wie Kino und Jahrmarkt. Seine
Konzerte beflügeln die laufenden Bilder im Kopf der Zuhörer, die
mal in eine Spelunke am Rande von Buenos Aires führen, mal durch einen
Film von Fellini, und schon im nächsten Moment wähnt man sich
auf einer mit Weinbergen geschmück- ten Insel an einem warmen Sommerabend. Einige sehen in Capossela den italienischen Tom Waits, dessen Gitarrist Marc Ribot ihm bei einigen Aufnahmen zur Seite stand, aber kaum meint man, den dreckigen Tom-Waits-Sound zu vernehmen, schmeichelt Caposselas Stimme schon wieder mit der unglaublichen Sanftheit eines Paolo Conte in unseren Ohren. Seine Bühnenshow wechselt von ruhig-rauchiger Bar-Athmos- phäre zu stürmischen Balkanwirbelwinden und erinnert an die Konzerte von Goran Bregovic. Dabei bedient sich der meist mit Zylinder und Frack bekleidete Schauspieler und Komponist spielerisch im großen Topf der Musikstile: Tango, Polka, Balkanrhyth- men, Reggae, coole Jazzriffs, Swing und Latino machen seine Konzerte zu spannen- den Abenteuern. Vinicio Capossela wurde übrigens 1965 in Hannover geboren und zog kurz darauf nach Italien. Mittlerweile gilt er als einer der kreativsten Dichter und Songwriter der italienischen Musikszene. |
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Empfehlung: „ L`indispensabile“ und „Canzoni A Manovella“ www.warnermusic.it |
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