freitag,
2. Juli 2004
21 Uhr Pavillon Afro-Latin-Night zurück weiter
„Peru Noir”
Susana Baca

Peru
 

Susana Baca gilt mit der unverstellten Schönheit ihrer Stimme als große Botschafterin des schwar- zen Peru, denn in Peru existiert außer den Hoch- landindios und ständig wechselnden revolutio- nären Bewegungen auch noch eine schwarze Parallelkultur: „Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, um die Welt zu reisen und über diese Kultur zu sprechen. Selbst in Peru tut man so,
als würde diese Musik gar nicht existieren.“

Die Sängerin versteht sich als die Bewahrerin
der Kultur der afroperuanischen Minderheit ihres Landes.
In ihren Texten singt sie neben sanften Liebes- balladen immer wieder über das harte Leben der aus Afrika verschleppten Sklaven, von denen diese Minderheit abstammt. Den Hintergrund ihrer Musik liefern darum nicht die so sattsam bekann- ten Panflöten und Charangagitarren der Indios, sondern ein ganzes Arsenal von afrikanischen Percussioninstrumenten.

  Susana Baca

Susana Baca wird häufig mit ihrer kapverdischen Kollegin Cesaria Evora verglichen. Hier wie dort vermischen sich Afrika und Spanien. Ähnlich suggestiv wie die Mornas und Coladeras der Kapver- den klingen die langsamen Tänze und Lieder aus den Anden. Die Stimme Susana Bacas schwebt über den Melodien und verleiht ihren Songs eine gewisse tänzerische Leichtigkeit. Und so bewegt sie sich auch tänzerisch zu all ihren Liedern, denn Musik und Tanz waren von Kindesbeinen an untrennbare Bestandteile ihres Lebens.
Ex-Talking-Head David Byrne hat mittlerweile drei CDs auf seinem Label Luaka Bop herausgebracht und so die Musik dieser Minderheit Perus auf die Weltmusik-Karte gesetzt.

Doppelkonzert mit Master Drummers of Burundi