Der Pavillon war bereits erfüllt von warmen Reggaeklängen der Sierra Leone’s Refugee All Stars, die sich für das abendliche Konzert einspielten, als McCartha Linda Sandy-Lewis alias Calypso Rose sich im Mezzo mit einem Vodka-Lemmon aufwärmt.
Ihre Anreise war nicht ganz nach gewohnt deutscher Zuverlässigkeit gelaufen. Gerd Kespohl hatte sich mit Cecily Hermel, unserem ebenfalls aus der Karibik stammenden Vorstandsmitglied, auf den Weg zum Flughafen gemacht, um Calypso Rose abzuholen. Doch die beiden konnten sie nicht entdecken, alle Fluggäste waren bereits passiert … erst nach einer aufregenden Stunde fanden sie zwar Calypso Rose, die sich vom Flugpersonal durch einen anderen Ausgang hatte begleiten lassen. Aber ihr Gepäck war nicht mitgekommen. (Zwei Tage davor ereilte dieses Schicksal auch die japanischen Musiker Shunsuke Kimura und Etsuro Ono, deren Musikinstrumente (!) nicht mitgereist waren …) Bei den hier herrschenden eher herbstlichen Temperaturen fröstelte die überaus herzliche, freundliche Dame etwas und wurde eiligst in die Jacke von Kollegin Dagmar gehüllt. Cecily Hermel und Calypso Rose hatten dann einen lustigen Nachmittag im Mezzo, aufgewärmt von dem einen oder anderen Glas Rotwein und von vielem Lachen.
Auch die brasilianische Sängerin Badi Assad war inzwischen eingetroffen und besuchte am Abend das Konzert der Sierra Leone’s Refugee All Stars, das sich 650 Besucherinnen und Besucher im Anschluss an den ergreifenden Dokumentarfilm über die Band ansahen.
Ein aufregender Tag mit afrikanisch-karibisch-brasilianischer Sonne im Pavillon, da konnte der Regen in Hannover nichts anrichten.




