Romengo
Ungarn

Mi, 4.7.2012, 20 Uhr, Pavillon Hannover
Tickets: VVK 15,30 €, AK 16,00 € erm. 13,00 €

Neue Klänge der Sinti und Roma

Das ungarische Ensemble „Romengo“, 2007 Preisträger des „Anna Lindh Preises“ für „Music for Intercultural Dialogue“, gehört zu den Oláh.
Diese Bezeichnung wurde für Vlach-Roma (Walachen) verwendet, die nach dem Ende der türkischen Besetzung im 18. Jahrhundert aus den Fürstentümern Moldau und Walachei (dem heutigen Kerngebiet Rumäniens) nach Ungarn einwanderten, wo sie unter jahrhundertelanger Leibeigenschaft und Versklavung litten. Roma waren in ihrer Geschichte nie verlegen, aus ihrer jeweiligen Umgebungskultur neue Elemente in die Musik einfließen zu lassen, die dann selbstverständlich zu „ihrer“ Musik wurden, als ob schon ihreVorfahren diese aus Indien mitgebracht hätten. Olah-Gypsies benutzten ursprünglich nur Stimmen und Haushaltsgegenstände wie Wasserkannen und Holzlöffel als Instrumente, die von ihrer nomadischen Tradition zeugten. Zum traditionellen Repertoire gehören Tanzlieder, die neben dem langsamen lyrischen Lied die wichtigste musikalische Form sind.

In dieser Tradition steht Romengo: Die experimentierfreudigen Musiker um die Sängerin Monika Lakatos schaffen eigene Kompositionen im Olah-Stil sowie innovative Interpretationen von Liedern, die von Generation zu Generation in der Familie weitergegeben wurden. Zum typischen Rhythmus der Milchkannen und zu Monika Lakatos’  kraftvoller Stimme fügen sich virtuos Streichinstrumente und Gitarre und bilden so den Klang der jungen, weltoffenen Generation von Roma-Musikern des 21. Jahrhunderts!

web: www.romengo.com