Danke!

Das 19. MASALA Festival ist am 27. Juli mit einem Rausch der Farben und Töne des Bollywood Masala Orchestras aus Indien sowie einem faszinierenden Konzert von A Moving Sound aus Taiwan und New York zu Ende gegangen.

Anhand der Fotos unter „Impressionen“ kann man das Festival noch einmal Revue passieren lassen.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern, die auch in diesem Jahr wieder – nach einem Jahr Pause – zu den Konzerten im Pavillon und in den verschiedenen Regionsorten gekommen sind sowie Lesung, Film und Ausstellungen des Rahmenprogramms mit dem Thema „Wasser“ besucht haben.

Wir danken herzlich unseren Förderern, die das MASALA Festival unterstützt haben, und den vielen Kooperationspartnern, die mit zum Gelingen des Festivals beigetragen haben. Und nicht zuletzt danken wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pavillons und allen Helferinnen und Helfern für ihren engagierten Einsatz.

Das nächste MASALA Festival wird in der zweiten Junihälfte 2015 stattfinden. Die Planungen haben bereits begonnen.

 

 

MASALA Festival startet ins letzte Wochenende

Quasi ins Wohnzimmer  wurde das Konzert von Dánjal (Färöer Inseln) verlegt, nachdem Regen den Open-Air-Auftritt auf dem traumhaft schönen Gelände des KulturGuts Poggenhagen am Donnerstag, 24.7.unmöglich machte. Die Musiker/innen um Dánjal, den charismatischen Frontman der Band, Geschichtenerzähler und Musiker, bauten kurzentschlossen ihre Instrumente vor dem Kamin auf, alle Stühle, Sessel, Matratzen, die aufzutreiben waren, wurden herangeschafft und etwa 60 Besucher/innen fanden im und vor dem Raum auf der Terrasse Platz und konnten „hautnah“ ein ganz besonderes Konzert genießen – das nicht schöner hätte sein können!

Dánjal - Foto: Thomas Langreder

Das letzte MASALA-Wochenende beginnt am Freitag, 25.7., mit dem Theaterstück der Theaterwerkstatt Hannover „Der Tag, an dem mein Bruder nicht nach Hause kam“ – als Ersatz für das Theaterensemble Deakoum von der Elfenbeinküste, das leider keine Einreisevisa bekommen hatte. Ab 22.15 Uhr sind virtuose Klänge auf dem Balafon von Aly Keita and the Magic Balafons zu hören – traditionell afrikanisches Repertoire verbunden mit westlichem Jazz, zartem Pop und afrikanischer Rhythmik.

Den “Spirit of India” zaubert das Bollywood Masala Orchestra am Samstag, 26.7., ab 21 Uhr im Pavillon auf die Bühne. Mit einem Rausch der Farben und Töne führen die Musiker/innen, Tänzerinnen und Akrobaten uns von Rajasthan nach Mumbai. Der Direktor des Ensembles Rahis Bharty hat sich den Traum erfüllt, mit Musik, Tanz und Bewegung die reiche Tradition indischer Musik und Spiritualität mit dem modernen Sound seines Landes zu vereinen.

Mit der facettenreichen Musik von A Moving Sound aus Taiwan geht das 19. MASALA Festival am Sonntag, 27.7., ab 20 Uhr zu Ende. Hier verschmelzen instrumentale Traditionen aus Ost und West. Ein faszinierendes Konzert und ein wunderbarer Schlusspunkt des Festivals.

Die MASALA-Partys laden nach den Konzerten am Freitag und am Samstag im Foyer des Pavillon zum Tanzen ein.

 

 

 

 

Theater Atelier Deakoum sagt MASALA-Auftritt ab.

Das Theaterensemble Atelier Deakoum von der Elfenbeinküste hat seinen Auftritt beim MASALA Weltbeat Festival am 25. Juli 2014 abgesagt, da den Schauspielern von der Deutschen Botschaft in Abidjan keine Visa erteilt wurden.

Für alle, die im Vorverkauf eine Karte erworben haben, bieten wir als Ersatz das empfehlenswerte Stück der Theaterwerkstatt Hannover zur aktuellen Situation in Palästina an: „Der Tag, an dem mein Bruder nicht nach Hause kam!” (25.7.2014 um 21 Uhr).

Da die Raumkapazitäten der Theaterwerkstatt Hannover mit den bisher verkauften Karten ausgelastet sind, verkaufen wir ab sofort nur noch Karten für das Konzert mit Aly Keita & The Magic Balafon mit anschließender Reggae Party zum ermäßigten Preis von 12 €. Das Konzert beginnt um 22:15 Uhr.

Die Leitung des MASALA Weltbeat Festivals ist sehr enttäuscht, dass die Deutsche Botschaft in Abidjan sich kategorisch geweigert hat, die Visa zu erteilen. Alle Voraussetzungen für die Visaerteilung waren von der Festivalleitung und von den Künstlern erfüllt und die Theatergruppe hat nur wegen eines Übermittlungsfehlers den verabredeten Termin zur Visaerteilung um zwei Stunden verpasst. Es wäre ausreichend Zeit gewesen, einen neuen Termin zu vereinbaren. Die MASALA Festivalleitung kann dieses Verhalten in keiner Weise nachvollziehen und empfindet es als eine nicht zu akzeptierende Behinderung ihres kulturellen Auftrages. Immerhin wird der Auftritt vom Land Niedersachsen, von großen Landesstiftungen, vom französischen Kulturinstitut antenne metropole und von der NDR Musikförderung gefördert.

Mit der Absage der Theatergruppe „Atelier Deakoum” ist das MASALA Weltbeat Festival bereits von der zweiten Absage wegen nicht erteilter Visa betroffen, denn auch dem Künstler TIBAU von den kapverdischen Inseln wurde die Einreise verweigert. Er konnte nicht, wie geplant, am Konzert mit der Gruppe Pupkulies am Freitag, den 18.7.2014 teilnehmen.

Ändern sich die Zeiten? Wenn wir uns auch in Zukunft weiterhin mit einer so restriktiven Visapolitik konfrontiert sehen, wird das MASALA Weltbeat Festival nicht mehr in der bisherigen Form durchführbar sein.

 

 Der Tag, an dem mein Bruder nicht nach Hause kam

Lange ist es her. Sie sind zu dritt, die beiden Brüder und die Schwester. Einer fehlt, der Kleinste, und doch scheint er in ihrer Erinnerung anwesend zu sein, lebendig und quirlig wie eh und je. Manchmal konnte ‚ihr’ Lieblingsbruder eine echte Nervensäge sein! – ein Mensch eben, der zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war. Gemeinsam erinnern sie sich an damals, an das Schulbuch mit den vielen Bildern, den selbst gebastelten Papierdrachen, – und, wer geht diesmal Wasser holen? Daran, dass sie das Haus besser nicht verlassen sollten, an die Soldaten, an ihre Träume und Ängste.

Eine eindrückliche Geschichte, die den anonymen Schreckensbildern der weltweiten Krisenherden eine menschliche Seite hinzufügt.

Von Roel Adam, aus dem Niederländischen von Eva Pieper, 
Rechte beim Verlag der Autoren

Mit: Elke Cybulski, Matthias Alber, Dominik Bliefert
, Regie: Sabine Trötschel
, Ausstattung: Klemens Kühn
, Musik: Heino Sellhorn

„Roel Adam ist es gelungen, eindrücklich, sensibel und allgemeingültig die Situation von Kindern im Krieg zu beschreiben. DER TAG, AN DEM MEIN BRUDER NICHT NACH HAUSE KAM entstand nach einem längeren Aufenthalt des Autors in Israel, nach intensiven Gesprächen mit palästinensischen Kindern. Es wurde mit dem Niederländisch-Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet.“ Verlag der Autoren

 

Es geht los – das MASALA Festival beginnt!

Wir laden wieder herzlich ein zur 19. MASALA-Reise durch die Musikkulturen der Welt in Hannover und der Region:

Mit Kolumbien starten wir am Mittwoch, 16. Juli, 20 Uhr im Pavillon: Die junge Band Monsieur Periné mit der bezaubernden Sängerin Catalina Garcia ergänzt Gypsy Swing à la Django Reinhard ganz südamerikanisch durch die Latinstile Cumbia, Son, Bolero, Tango und Samba. Sehr eigen, sehr erfrischend und sehr tanzbar!

Insgesamt werden an den 12 Festivaltagen über hundert Künstler aus 20 Ländern zu Gast sein.

Am Donnerstag, 17.7., 20 Uhr,  geht es in der Region weiter mit der Sängerin Nataša Mirkovićaus Bosnien-Herzegowina und dem virtuosen Drehleierspieler Matthias Loibner aus Österreich.  In der St. Martinskirche in Bennigsen. Sie versprechen mit ihrem Duo-Programm „Ajvar & Sterz“ ein tief bewegendes Hörerlebnis.

Parallel dazu steht im Center for World Music in Hildesheim die indische Violinistin und Komponistin Jyotsna Srikanth auf der Bühne, die in der südindischen klassischen Musik genauso zu Hause ist wie in der europäischen klassischen Musik und dem Jazz.

Erstes Wochenende: 18. bis 20.7. – Deutschland, Chile, Äthiopien, Kamerun, Peru, Spanien, Mexiko

Im Pavillon geht es dann mit den Doppelkonzerten und Partynächten weiter.

Am Freitag, dem 18.7. ab 21 Uhr trifft Electro auf Akustik mit Pupkulies & Rebecca, deren elektronische Klangästhetik zwischen Chanson, House und Pop angesiedelt ist, sowie der jungen, Band Kali Mutsa aus Chile, einer der spannendsten Neuentdeckungen im Electro-World-Bereich, und anschließender Electro World Party.

Die afrikanische Nacht am Samstag, 19.7., startet ab 21 Uhr mit der Sängerin Minyeshu aus Äthiopien und setzt sich fort mit dem Ausnahmesaxophonisten Manu Dibango aus Kamerun. Die Musik des 80-Jährigen ist ein Mix aus Jazz, jamaikanischen Beats, Funk, Soul und Hip-Hop-Elementen – er selbst nennt diesen Sound Makossa-Soul! Die African World Party begleitet uns dann durch die Nacht.

Zur Landpartie am Sonntag, 20.7. ab 17 Uhr auf dem Gut Adolphshof in Hämelerwald laden zwei international besetzte Ensembles aus Deutschland ein. Rosa Morena Russa stimmt russische Texte auf brasilianische Musik ab und packt auch schon mal ein ukrainisches Volkslied in eine Samba-Version. Weltmusik im besten Sinne! Chupacabras (Deutschland, Peru, Spanien, Mexiko, Chile) sind mit ihrem „ChupaStylee“, einer Mischung aus HipHop, Reggae, Funk, Salsa, Cumbia, Polka und Rock, genau richtig, um Mensch und Tier auf dem Hof zu rocken.

1. Wochenende 18. – 20.7. Wochenendticket à 40 € (übertragbar)

“WATER” Fotoausstellung zum Festivalthema Wasser


Das MASALA Festival setzt sich inhaltlich mit einem der drängendsten Themen dieser Zeit auseinander: dem weltweiten Kampf ums Wasser. Kurzfristig konnten wir eine Fotoausstellung hinzugewinnen, die wir im Kulturzentrum Pavillon zeigen.

ma-alexia-001

“Water“

Fotos von Mustafah Abdulaziz (USA)

In seinen eindrücklichen Bildern zeigt Mustafah Abdulaziz  die Problematiken auf, die durch Wasserknappheit und mangelnde Hygiene entstehen. Für sein langjähriges Projekt bereiste Mustafah Abdulaziz bisher Sierra Leone, Äthiopien, Indien, Somalia und Pakistan.

Das Thema Wasser dokumentiert der Fotograf unter verschiedenen Schwerpunkten. In Äthiopien und Pakistan liegt der Fokus auf den Frauen und Kindern, die hier die Bürde der familiären Wasserversorgung tragen. In Indien ist es das Wasser des für die Hindus heiligen Flusses Ganges und die Fotos aus Sierra Leone machen eindrucksvoll deutlich, dass sauberes Trinkwasser und ausreichende Hygiene vor allem in den großen Städten nicht gegeben sind.

Wir danken Mustafah Abdulaziz, dass wir seine auf dem Lumix Festival 2014 ausgestellte Fotoreihe „Water“ im Pavillon zeigen dürfen. Und wir danken Professor Rolf Nobel und der Hochschule für Design & Medien Hannover für die Überlassung der Fotos, sodass wir unser Festival-Thema „Wasser“ um diese starke Ausstellung erweitern können.